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Warnung vor falschen Haftbefehlen

Frankfurt am Main, 16.08.2017

Seit mehreren Wochen werden im gesamten Bundesgebiet gefälschte Haftbefehle auf dem Postweg versandt. Die jeweiligen Adressaten werden in den auf den ersten Blick offiziell aussehenden, mit dem Briefkopf der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main versehenen „Haftbefehlen“ aufgefordert, bis zu einem bestimmten Termin etliche tausend Euro als „Teilzahlung“ einer „offenen Geldstrafe“ zu bezahlen. Eine Kontoverbindung zur Überweisung enthält das Schreiben nicht. Stattdessen werden die Empfänger aufgefordert, sich sofort mit dem namentlich genannten (tatsächlich aber nicht existenten) „Sachbearbeiter“ unter der (in Wahrheit nicht zur Staatsanwaltschaft gehörenden) Telefonnummer in Verbindung zu setzen. Weiter heißt es in den „Haftbefehlen“, wer sich nicht beim „Sachbearbeiter“ melde, müsse damit rechnen, dass „die Rechtssprechung unwiderruflich durchgeführt“ werde.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main weist darauf hin, dass derartige „Haftbefehle“ fingiert sind. Es handelt sich um Totalfälschungen. Bürgern, die entsprechende Schreiben erhalten, wird dringend empfohlen, weder die genannte Rufnummer zu wählen noch irgendwelche Zahlungen zu leisten, sondern sich unverzüglich an die nächste Polizeidienststelle zu wenden und Strafanzeige zu erstatten.

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges und der Urkundenfälschung aufgenommen.

gez.   Nadja   Niesen
Oberstaatsanwältin

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